In den frühen Morgenstunden des 2. April 2025, um 00:30 Uhr, entdeckte ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma am Floridsdorfer Bahnhof in Wien einen schlafenden Fahrgast in einem abgestellten Zug. Der Mitarbeiter weckte den Mann und begleitete ihn auf den Vorplatz des Bahnhofs. Dort zog der Fahrgast plötzlich ein Messer und griff den Sicherheitsmitarbeiter an, indem er mehrmals auf ihn einstach. Anschließend flüchtete der Angreifer vom Tatort.
Ein Taxifahrer, der als Zeuge des Vorfalls fungierte, informierte umgehend die Polizei und nahm die Verfolgung des Täters auf. Kurze Zeit später konnten Beamte des Stadtpolizeikommandos Floridsdorf den 45-jährigen österreichischen Staatsbürger in unmittelbarer Nähe des Tatorts anhalten und vorläufig festnehmen. Die mutmaßliche Tatwaffe, ein Klappmesser, wurde sichergestellt. Der Festgenommene war bereits im Besitz eines behördlichen Waffenverbots und zeigte sich in einer ersten Vernehmung teilweise geständig.
Das 40-jährige Opfer des Angriffs erlitt schwere Verletzungen im Kopfbereich und wurde von der Berufsrettung Wien notfallmedizinisch versorgt, bevor es in ein Krankenhaus gebracht wurde. Lebensgefahr besteht für den Verletzten nicht.
Der 45-Jährige wurde wegen des Verdachts des versuchten Mordes sowie gemäß den Bestimmungen des Waffengesetzes angezeigt und befindet sich in polizeilichem Gewahrsam. Die Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Nord, übernommen.